freiercafe party im acagold
Home
Freiercafe - Das unabhängige deutsche Pay6-Forum
Registrieren
Benutzerliste
Kalender
Hilfe
  #41  
Alt 13.06.2018, 23:25
DeKlomp DeKlomp ist offline
Grütze die Signatur unten
 
Registriert seit: 22.05.2017
Ort: mittendrin
Beiträge: 1.283
Dankeschöns: 7763
Standard

Zitat:
Zitat von carlos76 Beitrag anzeigen
Die AfD "muss" eigentlich auch dagegen sein:
Mir zumindest ist kein ernstzunehmendes offizielles Statement bekannt.
Aber vielleicht hab ich das übersehen ...

Zitat:
Zitat von carlos76 Beitrag anzeigen
Für einen waschechten AfDler würde keine normale Frau freiwillig die Beine breitmachen
Das würde auch bedeuten, sie pflanzen sich nicht fort!
OK - dann besteht Hoffnung, dass das hoffentlich auch für "Andere" zutriftt!
Ich "bete"
Mit Zitat antworten
  #42  
Alt 26.06.2018, 00:32
Benutzerbild von leckschlumpf
leckschlumpf leckschlumpf ist offline
untot auf Durchreise
 
Registriert seit: 12.06.2010
Ort: Westfalen
Beiträge: 727
Dankeschöns: 9395
Standard Prostituierte als Ebenbild Gottes?

Zickenkrieg in Gießen um die Zwangsberatung. Stadt sourced an religiösen Verein aus. Dona Carmen meint, datt wär einmalig in D und nicht rechtmäßig.

http://www.giessener-anzeiger.de/lok...r_18876434.htm
__________________
"Ich geb dir gleich Erfahrungsberichte, du kleiner Wichser, sag mal tickst Du noch, Du perverses Vieh!"

- Eine SW auf die Frage, ob es im Netz Erfahrungsberichte über sie gibt.
Mit Zitat antworten
  #43  
Alt 26.06.2018, 08:24
Glasperlenspiel Glasperlenspiel ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.12.2014
Ort: NW-Nds
Beiträge: 1.325
Dankeschöns: 19070
Standard

Zitat:
Zitat von leckschlumpf Beitrag anzeigen
Zickenkrieg in Gießen um die Zwangsberatung. Stadt sourced an religiösen Verein aus. Dona Carmen meint, datt wär einmalig in D und nicht rechtmäßig.

http://www.giessener-anzeiger.de/lok...r_18876434.htm
Das ist natürlich ein "Dicker Hund". DonaCarmen hat sicher völlig Recht mit der Einschätzung, dass hier -- über das ProstSchG -- direkt Vertreter des Abolitionismus (d.h. der Prostititutionsverbots) Zugang zu den Frauen und -- noch wichtiger -- zu internen Informationen erhalten.

Aber das ist bestimmt kein Einzelfall. Die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete z.B. im August vorigen Jahres von einem Vorschlag der Kreistagsfraktion der Grünen, einen "Runden Tisch Prostititution" einzurichten "um die Verwaltungen von Stadt und Landkreis Osnabrück sowie Initiativen und Verbände zu vernetzen".

Siehe hier dazu meine information.

Darüber wurde später aber nie wieder geschrieben, so dass ich davon ausgehe, dass sich Stadt und Kreis Osnabrück an die konkrete Rechtslage erinnert haben.

Bei Gießen ist das offenbar nicht der Fall. Das wäre eigentlich eine Aufgabe für das zuständige Landesministerium oder die Kommunalaufsicht. Fraglich ist nur, ob diese Behörden überhaupt noch richtig arbeitsfähig sind.

Klar ist, dass bei so einer Herangehensweise der Datenschutz nicht einmal mehr nur noch auf dem Papier steht. Und erreichen werden sie ja bei den allermeisten Frauen aus diesem Gewerbe ohnehin nichts, weil die es ja nicht aus Spaß und Geilheit machen.

__________________
"Es ist gleich, was wir machen oder nicht machen. Wir zahlen für alles einen hohen Preis." (Gefunden bei Outlaw Pete @DonOutlawPete)
Mit Zitat antworten
  #44  
Alt 26.06.2018, 10:27
Maultier Maultier ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.09.2012
Beiträge: 610
Dankeschöns: 2881
Standard

Im Grunde ein dicker Hund,allerdings nichts Außergewöhnliches,zB haben einige Komunen die Beratungsgespräche ,für einen Schwangerschaftsabbruch in religiös organisierte Verbände gegeben-die natürlich im Grundsatz gegen Abbrüche sind;Die Haltung von Jesus gegenüber der Prostituierten war auch verständnisvoll seinerzeit,die des amtierenden Papstes überhaupt nicht,er wäscht Triebtätern die Füße und ruft parallel dazu Katholiken auf aktiv gegen Prostitution zu werben.
Mit Zitat antworten
  #45  
Alt 26.06.2018, 12:50
Glasperlenspiel Glasperlenspiel ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.12.2014
Ort: NW-Nds
Beiträge: 1.325
Dankeschöns: 19070
Standard

Zitat:
Zitat von Maultier Beitrag anzeigen
Im Grunde ein dicker Hund,allerdings nichts Außergewöhnliches,zB haben einige Komunen die Beratungsgespräche ,für einen Schwangerschaftsabbruch in religiös organisierte Verbände gegeben-die natürlich im Grundsatz gegen Abbrüche sind;Die Haltung von Jesus gegenüber der Prostituierten war auch verständnisvoll seinerzeit,die des amtierenden Papstes überhaupt nicht,er wäscht Triebtätern die Füße und ruft parallel dazu Katholiken auf aktiv gegen Prostitution zu werben.
Kann man so nicht vergleichen. Die verschiedenen Beratungsstellen vor dem Schwangerschaftsabbruch sind im "Schwangerschaftskonfliktgesetz - SchKG" geregelt.

Ich habe da gerade mal nachgesehen, am wichtigsten ist hierzu der §3:

Zitat:
§ 3 Beratungsstellen
Die Länder stellen ein ausreichendes Angebot wohnortnaher Beratungsstellen für die Beratung nach § 2 sicher. Dabei werden auch Beratungsstellen freier Träger gefördert. Die Ratsuchenden sollen zwischen Beratungsstellen unterschiedlicher weltanschaulicher Ausrichtung auswählen können.
Und soweit ich mich entsinnen kann, war es bei der katholischen Kirche so, dass die Deutsche Bischofskonferenz unter dem verstorbenen Kardinal Lehmann an der Beratung unbedingt teilnehmen wollte. Die sind dann aber vom damaligen Papst Johannes Paul II dazu gezwungen wurden, aus der staatlichen Beratung auszusteigen. Man machte dann den Kunstgriff, dass die Amtskirche durch eine katholische Laienorganisation (ich glaube Donum Vitae) ersetzt wurde. Aber der Papst wollte in dieser Beziehung mit dem Staat überhaupt nichts zu tun haben.

Beim ProstSchG ist das ganz anders. Hier ist die Verantwortlichkeit klar geregelt. Und die Einbeziehung weiterer Gruppen ist ein glatter Rechtsbruch.

Hier rächt es sich, dass die Registrierung auf staatliche Einrichtungen übertragen wurde, die nun offenbar bereit sind, die Daten in z.T. elementarer Weise zu veruntreuen (denn das passiert in Gießen).

Wenn ich mir heute ansehe, welches Missbrauchpotential allein in Kontenabfragen liegt, dann kann man sich ausmalen, was mit den Informationen über Dirnen geschehen wird.

Das ist alles ein großer Rückschritt. Früher, zur Zeiten des "Bockscheins", waren damit Ärzte und Krankenschwestern des Gesundheitsamters befasst. Und die unterlagen der ärztlichen Schweigepflicht.

Die Leute von den Ordnungsbehörden (vor allem eben auch das "Fußvolk") mögen zu manchem fähig sein, aber bestimmt nicht, auf alle Fälle zu schweigen. Vor allem gibt es dazu keine gesetzliche Pflicht.

Aber es ist eben auch Merkelismus: Man bricht das Recht, und wenn etwas passiert, kommen alle Verantwortlichen zusammen regelmäßig aus dem Musstopf.

__________________
"Es ist gleich, was wir machen oder nicht machen. Wir zahlen für alles einen hohen Preis." (Gefunden bei Outlaw Pete @DonOutlawPete)

Geändert von Glasperlenspiel (26.06.2018 um 13:10 Uhr) Grund: Korrektur Schreibfehler
Mit Zitat antworten
  #46  
Alt 26.06.2018, 17:23
Thomas027 Thomas027 ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.03.2017
Beiträge: 643
Dankeschöns: 20461
Standard

Zitat:
Zitat von Glasperlenspiel Beitrag anzeigen
...Hier rächt es sich, dass die Registrierung auf staatliche Einrichtungen übertragen wurde, die nun offenbar bereit sind, die Daten in z.T. elementarer Weise zu veruntreuen (denn das passiert in Gießen). ...
Hier von "rächt sich" zu sprechen ist eigenartig, denn genau das ist ja vom Gesetzgeber so gewollt:
Staatliche Stellen sollen mehr Befugnisse haben beim Vorgehen gegen die Prostitution, und damit sind denn auch Schikanen Tür und Tor geöffnet, wie z. B. die Übertragung der sogenannten "Beratung" an einen bigotten Verein, der sich folgendes Ziel in seine Vereinssatzung hineinschreibt:

"Zweck des Vereins ist, auf der Grundlage des Verständnisses des Menschen als Ebenbild Gottes, alle Ansätze zu fördern, die darauf hinwirken, Menschen - besonders Frauen - vor Käuflichkeit und Entwürdigung zu schützen. Er wird damit in praktischer Ausübung christlicher Nächstenliebe im Sinne der Diakonie tätig."
(der gemeinnützigen Verein "Frauenrecht ist Menschenrecht" (FiM). Quelle siehe den Link oben im Beitrag von Leckschlumpf, #42)

Wer so umstandslos sein Vorhaben vom Allerhöchsten abgelauscht behauptet und sich allen Ernstes als "Ebenbild Gottes" betrachtet - der ist fundamental und geht genau so gegen die Prostitution an, die er im wesentlichen nur als "Armutsprostitution" zur Kenntnis nimmt (siehe fim-frauenrecht.de).

Solche mit christlichem (G)Eifer gegen die Prostitution vorgehenden Vereine sind gern gesehene Bündnisgenossen staatlicher Einrichtungen.

Zum Schluss noch eine Warnung an uns Hurengänger:
"Außerdem gehören zu den Zielgruppen: ... Kunden von Prostituierten"
(FiM Vereinssatzung, § 2)
Mit Zitat antworten
  #47  
Alt 26.06.2018, 19:08
Maultier Maultier ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.09.2012
Beiträge: 610
Dankeschöns: 2881
Standard

Glücklicherweise sind diese christlichen Organisationen auf absteigendem durch Mitgliederschwund und sprechen zumindest in Deutschland nicht mehr unbedingt die ganz breite Masse an,dazu kommen einige Mißbrauchsfälle (katholische Kirche),die auch medial ihren Beigeschmack in der Bevölkerung hinterlassen haben;Jüngere Generationen empfinden das Gehabe um Bischöfe und Kardinäle (dazugehörenden lila Hüten)als nicht mehr zeitgemäß,zudem wurde publiziert wieviel Kapital in den meisten Bistümern schlummert,also bei Leuten die für Hungernde ,Spenden einsammeln.
Mit Zitat antworten
  #48  
Alt 26.06.2018, 19:34
Thomas027 Thomas027 ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.03.2017
Beiträge: 643
Dankeschöns: 20461
Standard

Zitat:
Zitat von Maultier Beitrag anzeigen
Glücklicherweise sind diese christlichen Organisationen auf absteigendem (Ast) durch Mitgliederschwund und sprechen zumindest in Deutschland nicht mehr unbedingt die ganz breite Masse an...
Dein Wort in Teufels Ohr, ich würde meinen Rosenkranz spenden wenn Du recht hast
Mit Zitat antworten
  #49  
Alt 27.06.2018, 09:43
Glasperlenspiel Glasperlenspiel ist gerade online
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.12.2014
Ort: NW-Nds
Beiträge: 1.325
Dankeschöns: 19070
Standard

Es gibt jetzt aktuell eine neue Studie von Dona Carmen:

Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz - Die Umsetzung und seine Folgen".

Wenn man sich die recht ausführliche pdf-Datei durchsieht, dann merkt man, dass es eigentlich keinen Sinn hat, über das Gesetz mit seiner Rechtslage zu diskutieren, weil die Umsetzung in vielen Fällen eigentlich den (offiziell genannten) Zielen des Gesetzes - dem Schutz der Prostituierten -- fundamental widerspricht.

Das betrifft vor allem:

(1) Die zentrale Rolle der Polizei.
In NRW werden Daten von Betreiber/innen eines Prostitutionsgewerbes zukünftig in das polizeiliche Überprüfungssystem OSIP eingespeichert werden.

Hinsichtlich der Weitergabe von Daten von Prostituierten an zentrale Systeme scheint aber auch Dona Carmen noch keine Angaben zu haben.

(2) Die Registrierung der Prostituierten als Hauptziel (wohl auch bei der Gesundheitsberatung). Mit anderen Worten offenbar die Besteuerung (mit den damit verbundenen Illusionen zur Steuerhöhe).
Zitat: " Faktisch geht es um die Erfassung der Sexarbeiter/innen, alles andere ist demgegenüber zweitrangig."

(3) Der Trend zur "Privatisierung" der Beratung (Bespiel: Gießen wie o.g., aber auch Solingen: proFamilia). Das weiter auszubauen ist übrigens auch eine der Grundforderungen der AfD auf diesem Feld. Und alles entgegen der reaelen Rechtslage.


Wenn man sich das durchliest, wird eigentlich deutlich, wie das funktioniert, wenn man eine parlamantarische Demokratie schrittweise umbaut in eine Bananenrepublik mit schlechtem Wetter. Die einzelnen Einrichtungen und Behörden weichen bewusst von der Rechtslage ab und sind zynisch genug, davon auszugehen, dass das für sie ohne Folgen bleibt.

Einmal, weil die Gerichte usw. chronisch überlastet sind und zum zweiten, weil das offenbar niemanden mehr interessiert.
__________________
"Es ist gleich, was wir machen oder nicht machen. Wir zahlen für alles einen hohen Preis." (Gefunden bei Outlaw Pete @DonOutlawPete)
Mit Zitat antworten
  #50  
Alt 08.07.2018, 22:34
Benutzerbild von leckschlumpf
leckschlumpf leckschlumpf ist offline
untot auf Durchreise
 
Registriert seit: 12.06.2010
Ort: Westfalen
Beiträge: 727
Dankeschöns: 9395
Standard In Hessen alles ok

Im großen und ganzen:

http://m.fnp.de/rhein-main/Prostitui...rt1491,3040181

Sachlich. Die öff Verwaltungen kommen mit dem ProstSchG zurecht. Aber iwie komisch, eine SDL hat sich nicht geäußert.

Auch der swr zieht in seinem Beritt Bilanz nach einem Jahr.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinl...esetz-100.html

Bürokratische Normalität hat was Beruhigendes.
__________________
"Ich geb dir gleich Erfahrungsberichte, du kleiner Wichser, sag mal tickst Du noch, Du perverses Vieh!"

- Eine SW auf die Frage, ob es im Netz Erfahrungsberichte über sie gibt.

Geändert von leckschlumpf (09.07.2018 um 03:48 Uhr)
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 22:44 Uhr.
Powered by vBulletin® Version 3.8.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Designed by:Designed by: vbdesigns.devbdesigns.de